3.

Valipac

 

3.1. Resultate der Kartierung für 2025

Der jährliche Mapping-Bericht zeigt die Recyclingketten vom Sammler und Händler bis zum Endverwerter auf. 2025 konnte die Route von 67.850 Tonnen industriellen Kunststoffverpackungsabfällen für das Geschäftsjahr 2024 vollständig kartiert werden. Diese Kunststoffverpackungsabfälle wurden in Europa, im Fernost oder im Nahen Osten (insbesondere in der Türkei) verwertet. Die insgesamt erfasste Gesamtmenge ist im Vergleich zu den Kartierungsberichten für 2021 (+ 9.800 Tonnen), für 2022 (+ 3.100 Tonnen), für 2023 (+ 1.756 Tonnen) und für 2024 (+ 1.564 Tonnen) gestiegen. Der Rückgang der recycelten Kunststoffverpackungsmengen industrieller Herkunft in Europa im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 ist größtenteils auf die steigenden Energiekosten in Europa zurückzuführen.

Europa

EU + Nicht-EU
Marktanteil
42,2%
Menge

28.633 Tonnen

Fernost

Marktanteil
36,6%
Menge

24.833 Tonnen

Naher Osten

Marktanteil
21,2%
Menge

14.384 Tonnen

Insgesamt

Marktanteil
100,0%
Menge

67.850 Tonnen

Berücksichtigt man die Abfallmenge, die direkt in die Endverarbeitung geht (29,9 %), zusammengenommen mit den 2025 erfolgten Bemühungen im Handel, erreicht die Rückverfolgbarkeit von Kunststoffabfällen für das Jahr 2024 insgesamt 97,9 %.

Im Jahr 2024 gingen 51,6 % der Menge an verwerteter Pappe direkt an einen Endabnehmer, und 46,8 % wurden von Operatoren oder Händlern gehandelt, mit denen Valipac einen Vertrag abgeschlossen hat. Ende 2024 hatte die zugelassene Stelle neun Verträge mit Altkartonagenhändlern abgeschlossen. Für das Jahr 2024 erreichte sie damit für Kartonagen eine Rückverfolgbarkeit von 98,3 %, und die Bemühungen gehen unvermindert weiter.

3.2. Auditresultate

Die zugelassene Stelle führt seit 2021 Audits bei Verwertungsanlagen außerhalb der EU durch. Hierbei geht es sowohl um Kunststoff als auch Papier/Pappe.

2025 ließ die zugelassene Stelle bei Verwertungsanlagen für Kunststoffabfälle aus der Industrie 43 Audits durchführen. Dies ist auf Grundlage von Verträgen mit 19 Kunststoffabfallhändlern möglich. Die Gesamtzahl der bereits geprüften Unternehmen außerhalb der EU stieg damit auf 140 (darin enthalten sind 45 zweijährliche Re-Audits oder unangekündigte Audits von bereits zuvor überprüften Abnehmern). Die erheblichen Budgets, die Valipac zu diesem Zweck bereitgestellt hat, und die Bitte anderer europäischer EPR-Organisationen um Zusammenarbeit in diesem Bereich haben bisher zu einer formellen Zusammenarbeit mit den EPR-Organisationen für Verpackungen in den Niederlanden, Island, Irland und Luxemburg geführt.

Bei den Ergebnissen für 2024 berücksichtigt Valipac die Kunststoffmengen, die von Verwertungsunternehmen außerhalb der EU angenommen wurden, aber aufgrund von Mindestkriterien und eines negativen Prüfberichts nicht in die Verwertungsresultate einbezogen werden können.

Bis Ende 2025 hatten 8 Unternehmen (somit eins weniger als im Vorjahr) wegen eines negativen Auditergebnisses für Kunststoffe eine Verwarnung erhalten. Valipac setzte sie auf eine „schwarze Liste“ und verbreitete diese unter den Händlern, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und Abhilfemaßnahmen anzuspornen. Abfallentsorger können sich in ein Internetprogramm einloggen und ihre Bewertungsergebnisse abrufen, um sie so zu ermutigen, Abnehmer, die mit Unternehmen von der „schwarzen Liste“ Geschäfte machen, auszuschließen. Außerdem kann ein Betreiber so die Recyclingpauschalen für Entpacker bestmöglich sicherstellen.

3.3. Gesamtüberblick der Endbestimmungen bei der Abfallverwertung

Im Jahr 2024 hatten die Industriematerialien folgende Endbestimmungen:

Holz

Belgien94,3 %
EU, außer Belgien5,7 %
EU-Ausland0,0 %

Papier/Karton

Belgien31,5 %
EU, außer Belgien54,9 %
EU-Ausland13,5 %

Kunststoffe

Belgien16,2 %
EU, außer Belgien25,9 %
EU-Ausland57,8 %

Eisenhaltige Metalle

Belgien58,2 %
EU, außer Belgien23,8 %
EU-Ausland17,9 %